Pressemitteilung: Die Kampagne „N-Ergie & Co zur Kassen bitten“ fordert „Keine Nachzahlungen – Keine Sperrungen! Energiepreise runter!“ in Nürnberg

Im folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung der Kampagne „N-ergie & Co zur Kasse“ bitten:
Mitte Januar startete die Kampagne „N-Ergie & Co zur Kasse bitten“ in Nürnberg. Ziel der vom „Stadtteilclub Reclaim Gostenhof“ und der von der „organisierten autonomie (OA)“ ins Leben gerufenen Kampagne, ist es auf die sich verschärfende Belastung für die Lohnabhängigen durch die stark ansteigenden Energiepreise aufmerksam zu machen. Thomas Reinholt, Pressesprecher der Kampagne äußert dazu: „Seit längerem wird die Lebensführung für die Mehrheit der Menschen immer teurer, so steigen die Mieten, die hohe Inflation treibt die Preise und nun auch noch der starke Anstieg der Heiz- und Stromkosten. Währenddessen sind die Einkommen bei vielen stagniert oder gar zurückgegangen. Es muss aufhören, dass Konzerne ungebrochen Profite mit unserer Grundversorgung machen und wir uns dafür weiter einschränken sollen.“

Der räumliche Schwerpunkt der bis Anfang April 2022 geplanten Initiative liegt im Nürnberger Stadtteil Gostenhof. Dort wurden bereits über 4500 Flyer von AktivistInnen an Haushalte verteilt um auf die Auswirkungen der steigenden Energiepreise hin zu weisen. Seit Beginn der letzten Januarwoche werden des weiteren durch die Kampagnenbeteiligten Haustürbefragungen im Gostenhofer Westen durchgeführt. Ziel der geführten Kurzinterviews ist es, herauszufinden, wie viele der befragten ViertelbewohnerInnen innerhalb der letzten zwölf Monate eine Energiepreiserhöhung hinnehmen mussten. Weiter wird erhoben ob sich durch die Entwicklung Menschen sorgen, sich in ihrer Lebensführung einschränken zu müssen aber auch ob sie bereit wären, gegen die Entwicklung zu protestieren. In den kommenden Wochen und Monaten soll die Befragung auf weitere Teile Gostenhofs ausgeweitet werden. „Obwohl wir mit unserer Kampagne erst vor zwei Wochen gestartet haben, merken wir schon jetzt, dass wir bei vielen Menschen einen Nerv getroffen haben. Das äußert sich durch großes Interesse an unserer Arbeit und einer hohen Gesprächsbereitschaft. Ein paar Menschen erhielten unseren Flyer sogar am selben Tag wie ihre Strompreiserhöhung. Sehr viele Leute berichten im Gespräch von überraschenden Kündigungen ihrer Stromanbieter, die sich die von ihnen selbst garantierten Preise einfach nicht mehr leisten wollen, weil ihnen die Gewinnerwartung wohl zu niedrig ist.“

Um die Unzufriedenheit mit den steigenden Energiepreisen aufzuzeigen, sammelt die Kampagneninitiative Fotos von Menschen, die sich aktiv hinter dieForderungen der Kampagne „Keine Nachzahlungen – keine Sperrungen! Energiepreise runter!“ stellenund veröffentlichen diese über Social Media und der Webside zur Kampagne. Thomas Reinholt erklärt: „ Wir wollen mit den veröffentlichten Fotos einerseits aufzeigen, dass viele betroffen sind und es sich keinesfalls um ein Individualproblem handelt, sondern wir stattdessen gemeinsam die soziale Frage aufwerfen wollen. Andererseits geht es uns darum, Druck auf die politischen Verantwortlichen aufzubauen und sie zum Handeln zu zwingen. Nicht zufällig bezieht sich unser Kampagnenname auf das lokale Energieversorgungsunternehmen N-Ergie, welches den halben Nürnberger Stadtrat im Aufsichtsrat sitzenhat, dem wiederum der Oberbürgermeister König vorsteht. Da kann kaum jemand behaupten, es gäbe lokal keinen politischen Handlungsspielraum, schlimmstenfalls vielleicht einen mangelnden Handlungswillen“