PM: Lärmumzug gegen steigende Energiepreise

dokumnetation der Pressemitteilung: Lärmumzug gegen steigende Energiepreise
Am Dienstag, den 22. Februar rufen die organisierte autonomie und der Stadtteilclub reclaim Gostenhof zur Lärmdemo um 17 Uhr vor dem Sitz der N-Ergie am Nürnberger Plärrerhochhaus auf. Im Rahmen des Umzuges soll auf die Kampagne „N-Ergie & Co zur Kasse bitten“ aufmerksam gemacht werden, die seit rund 4 Wochen im Stadtteil Gostenhof läuft. Mit einer kleinen Umfrage sowie einen Fotoprotest, bei der sich Menschen mit den Forderungen der Kampagne ablichten lassen können, wollen die Organisatoren Druck auf den lokalen Konzern sowie die Nürnberger Stadtpolitik machen und ein oft privat verhandeltes Thema in die öffentliche Debatte bringen.

„Bei etlichen GostenhoferInnen rennen wir mit dem Thema offene Türen ein“, berichtet Vera Humboldt aus dem Presseteam der Kampagne. Und weiter: „Wir klingeln an Haustüren, machen Infostände, gehen in die örtlichen Kneipen und sprechen dort mit unseren NachbarInnen darüber, ob sie Erhöhungen der Energiepreise hatten und wie sie damit umgehen. Angekündigt haben wir unser Erscheinen mittels Flyern.“ Wer mag, kann dann auch noch ein Foto mit den Forderungen der Kampagne machen: keine Nachzahlungen – keine Sperrungen – Energiepreise runter. Daneben werden von NachbarInnen aber auch andere Themen angesprochen, die ihnen unter den Nägeln brennen, erzählt Humboldt: „Einige sind z.B. verärgert über die Schließung des Kundencenters der N-Ergie und die Abschaffung des Einzahlungsautomaten oder über die massenhaften Kündigungen durch andere kleinere Stromanbieter.“

Auf der Kampagnenseite https://n-ergiepreise-runter.redside.tk wird die Intention der Kampagne
wie folgt dargestellt: Inflation, Energiepreiserhöhungen, stetig steigende Mieten, Lebensmittelpreise und gleichzeitig stagnierende Einkommen führen zu einem faktischen Verlust beim Einkommen. Für immer mehr Lohnabhängige stellt das eine Belastung dar, sie müssen sich an anderer Stelle einschränken, am Monatsende Rechnungen hin und her schieben. Das alles ist kein Naturphänomen wie uns oft verkauft wird, sondern eine politische Entscheidung der bürgerlichen Politik: Konzerne, VermieterInnen und Co sollen weiterhin mit unseren Grundbedürfnissen munter Profite machen können, während wir beständig den Gürtel enger schnallen sollen! Da immer mehr von uns langsam aber sicher die Luft ausgeht, haben wir für uns beschlossen, mit der Kampagne einen Konterpunkt zu setzen!“

Vera Humboldt: „Wir laden alle PressevertreterInnen ganz herzlich ein, zum Lärmumzug zu
kommen um unsere Kampagne kennen zu lernen.“